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Joseph Haydn


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Johann Michael Haydn


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Die 7 "Haydn-Orgeln" in Eisenstadt und ihre Dispositionen
Text: Dr. Hannes Leopold Mayer<BR>SCHLOSSKAPELLE: Die Orgel der Schloßkapelle ist unter Eisenstadts historischen Instrumenten wohl die charmanteste. Die Lieblichkeit der Disposition weist sie noch den Klangvorstellungen des Rokoko zu. Die volle Ausführung der Manuale - im Gegensatz zum ''kurzen'' Pedal (also nicht voll chromatisch ausgeführt) läßt aber schon Klangmöglichkeiten zu, die von Komponisten des Biedermeier und der beginnenden Romantik gefordert werden. Die Orgel wurde knapp nach 1800 von einem heute nicht mehr bekannten Meister gebaut. Die hier gespielten Werke sind ausschließlich für Eisenstadt geschrieben. Haydn hat die Orgel solistisch in seinen Konzerten mit Orchester eingesetzt, die er selbst im Gottesdienst spielt und mit denen er vor seinem Fürsten als Solist glänzte. Eine Notwendigkeit, Solostücke zu komponieren, ergab sich für ihn nur selten, einerseits aus der liturgischen Gegebenheit heraus, andererseits, weil dem Brauch der Zeit entsprechend einfach ''Klavier''-Sonaten auch in der Messe gespielt wurden (wobei unter ''Klavier'' damals ja alles verstanden wurde, was Tasten hatte). Außerdem hatte Haydn in seiner Kapelle auch tüchtige Komponisten, wie Vater und Sohn Novotny, deren geistliche Musik Haydn sehr schätzte.<BR>I M Principal 4 F <BR>II M Waldflöte 8I M Quint 2 2/3 F<BR>Pos. Gedacktflöte 4 Fuß<BR>II M Oktav 2 FI M Mixtun 3 FachI M Octav 2 F <BR>Vidor 1 G'I M Salicional 8 F<BR>II M Dulciana 4 FI M Coppl 8 F <BR>Subbass 16'I M Flöte 4 F <BR>Oktav Bass 8'I M Principal 8 F <BR>Flötbass 4'Manual: 4 Oktav<BR>4 OktavPedal: 1 Oktav' <p>SPITALSKIRCHE'' - DER BARMHERZIGEN BRÜDER Von jeher vertraute der Orden der Barmherzigen Brüder - eine Gründung des Heiligen Johannes von Gott - auch der heilenden Wirkung der Musik. Auch heute spielt die musikalische Gestaltung der Gottesdienste in dieser Kirche eine wichtige Rolle. So darf es nicht wundern, dass mit der Gründung von Spital und Klosterkirche auch an die Aufstellung einer Orgel in diesem Gotteshaus gedacht wurde und dass dieses sich seither hier befindliche Instrument des Orgelbauers Frey mit dem Namen von Joseph Haydn verbunden ist, der für dieses Gotteshaus seine ''Missa brevis Sti Joannis de Deo'' schrieb, bekannt als ''Kleine Orgelsolomesse'', komponiert zu Ehren des Ordensgründers, dessen Fest am 8. März hier auch heute noch festlich begangen wird.In dieser schlichten, aber meisterhaften Vertonung des Ordinariums treten nur einmal - an einem Angelpunkt der Liturgie - Solisten in Erscheinung: Sopran und Orgel, im ''Benedictus''. Haydn hat dieses Werk hier selbst zur Uraufführung gebracht, mit den besten Kräften der Esterházyschen Hofkapelle. Das Programm macht ein Phänomen deutlich, mit welchem das vorige Jahrhundert mit seinem Eiferertum und auch viele heutige Kirchenmusiker ihre Schwierigkeiten hatten und haben: die Zeit der Wiener Klassik kennt keinen stilistischen Unterschied zwischenkirchlicher und weltlicher Tonkunst. Pater Hieblers unterhaltsame ''Schlagstücke'' sind dafür ebenso ein Beweis, wie das Orgelkonzert Vanhals, in welchem unverkennbar tschechische Volksmusikelemente herauszuhören sind. Mozarts Kirchenmusik wurde bezeichnenderweise von Igor Strawinsky als ''entzückende Barockoper'' bezeichnet.In all dieser Musik offenbart sich eine sowohl aufgeklärte, wie auch vom Gefühl betonte Religiosität, die der ''Sache Gottes'' auch einen Platz in der Welt zuweist. ''Wenn ich an Gott denke, bin ich fröhlich'', konnte daher Joseph Haydn auch folgerichtig sagen.Die Disposition der Orgel:(1 Manual mit kurzer Oktav, Pedal mit kurzer Oktav, repetierend) <BR>Manual: Coppel 8'<BR>Principal 4'<BR>Flöte 4'<BR>Octav 2'<BR>Quint 1 1/2<BR>Mixtur 4fach<BR>Pedal: Subbaß 16' <BR>Octavbaß 8'<BR>BERGKIRCHE UND GNADENKAPELLE: Der Komplex des Kalvarienberges mit der Gnadenkapelle und der einstmals als größter Kirche Ungarns geplanten Bergkirche waren ein von den Esterházyschen Fürsten sehr gefördertes Wallfahrtszentrum (''Maria Eisenstadt''). Gerade die Wallfahrten und die damit verbundenen liturgischen Handlungen wurden auch musikalisch besonders festlich gestaltet. Nach der Gegenreformation waren diese Wallfahrten - zumal zu Marienheiligtümern - ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal zu den Evangelischen.Wallfahrts- und Gnadenorte wurden daher mit besonders schönen Orgeln ausgestattet. Gemäß den räumlichen Gegebenheiten in Kapelle und Kirche repräsentieren die beiden Orgeln in Größe und Disposition die Entwicklung vom spätbarocken Ideal (mit seinen bewußten klanglichen Beschränkungen) zu einem schon frühromantischen Orgeltyp. So ist die große Orgel der Bergkirche (von der Wiener Firma Malleck 1794 erbaut) zweifellos die farbenprächtigste unter den Instrumenten Eisenstadts. Auf die Disposition hatte noch Joseph Haydn Einfluß genommen.Den bescheidenen klanglichen Ansprüchen der Werke des J. Wohlmuth wird die kleine Orgel der Gnadenkapelle bestens gerecht. Für die musikalischen Fähigkeiten dieses aus Rust gebürtigen Kantors der evangelischen Kirche zu Sopron spricht am besten wohl die Tatsache, dass er - obwohl Protestant - Musiklehrer der Kinder des Fürsten P l Esterh zy war, der als eifriger Katholik die Gegenreformation unterstützte und mit seiner ''Harmonia caelestis'' auch einen gewichtigen Beitrag zur katholischen Kirchenmusik der österreichischen Länder geleistet hat.Im 19. Jahrhundert war es dann Liszt, der - zumindest im Rahmen der Musik - sich um konfessionelle Toleranz bemühte und der zahlreiche evangelische Choräle für die Orgel bearbeitete. Seine Version des ''Ave Maria'' von Arcadelt und Köhlers Phantasie über ein Thema aus Haydns Schöpfung sind Belege für eine kuriose Haltung in der Kirchenmusik im 19. Jahrhundert: Arcadelts Melodie galt als besonders kirchlich, obwohl dieses Lied des niederländischen Renaissancemeisters ursprünglich auf einen äußerst frivolen erotischen Text komponiert war und erst im 19. Jahrhundert mit dem Text des ''englischen Grußes'' versehen wurde. Andererseits galt Haydn in seinen Messen und Oratorien wegen seiner angeblich zu fröhlichen Melodien Jenö Tak cs - der Nestor der zeitgenössischen Musik im Burgenland - hat in seiner Suite Melodien des J. Wohlmuth neu bearbeitet und eine kurzweilige Interpretation der ''alten Musik'' aus dem Blickwinkel eines Musikers unserer Zeit vorgelegt. (Bergkirche) <BR>HAUPTWERK (1. Manual)links:<BR>rechts:Principal 8'<BR>Flöte 8'Oktave 4' <BR>Flöte 4'Oktave 2' <BR>Quintatön 4'Mixtur 4-fach<BR> Fugara 4'<BR>Quinte 2 2/3BRUSTWERK (2. Manual)links:<BR>rechts:Principal 4'<BR>Koppel 8'Oktave 2' <BR>Gedackt 4'Cimbel 2-fach <BR>Quinte 1 1/3SCHWELLWERK (3. Manual) links:<BR>Gedackt 16' <BR>Gemshorn 8'Rohrflöte 8'<BR>Spitzflöte 4'Principal 4' <BR> Nassat 2 2/3Gemshorn 2' <BR>Terzian 2-fachMixtur 5-fach 2'<BR>Trompete 8'PEDAL inks:<BR>rechts:<BR>Principal 16' <BR>Subbaß 16'Oktavbaß 8' <BR>Gedacktbaß 8'Choralbaß 4'<BR>Fagott 16'Mixtur 2-fach <BR>Posaune 8'Mixtur 3-fachPEDAL-KOPPELN inks:<BR>rechts:3/P, 2/P, 1/P <BR>2/1, 3/1, 3/2 Gnadenkapelle der Bergkirche:Copel 8 SFlöten e SPrincipal 4 SOctav 2 SQuint 1 1/3 SMixtur 1-2fachPedal: Subbaß 8 F <BR>Oktavbaß 4 <BR>ÄLTERE HAYDNORGEL'' IM BURGENL?NDISCHEN LANDESMUSEUM: Die sogenannte ''ältere Haydnorgel'' stand ursprüngllich in der Bergkirche und wurde auf Veranlassung Haydns, dem sie zu klein wurde, in die Nachbarpfarre Kleinhöflein übertragen. Die Orgel, deren genaues Baudatum nicht bekannt ist und wohl um 1750 angenommen werden kann, wurde nach dem 2. Weltkrieg vom Burgenländischen Landesmuseum erworben und restauriert. Besonders bemerkenswert an dieser kleinen österreichischen Barockorgel ist die Stimmung, eine Art Mitteltönigkeit, die besonders die B-Tonarten begünstigt, Tonarten mit Kreuzvorzeichnungen aber teilweise unausführbar macht. Mit dieser Orgel führte Haydn seine ''Große Orgelsolomesse'' (Missa in honorem Beatissimae Virginis Mariae Hob. XXii Nr.4), welche als einzige Messe dieses Meisters in Es-Dur steht.Die Sonaten G.J.Werners - er war Haydns Vorgänger im Amt des eisenstädter Kapellmeisters - zeigen das hohe Niveau der österreichischen Musik in einem Zeitraum, dem man als ''Vorklassik'' bisher bestenfall den Stellenwert eines šberganges (nicht mehr Barock, aber noch nicht Klassik) zubilligte. Alle hier aufgeführten Werke - zumal die Konzerte Haydns und seines Freundes Albrechtsberger - belegen, welchen Stellenwert die Musik auch rein von der Dauer in der Liturgie (vor den Reformen Joseph II.) zugekommen ist (etwa im Gegensatz zum fürstbischöflichen Salzburg, wo sich Mozart mit seinen Werken wegen der eingeschränkten Gottesdienstzeit sehr beschränken mußte). Durch das Wirken des großen Georg Muffat, der mit seinem ''Apparatus Musico-Organisticus'' (Salzburg 1690) den gewichtigsten Beitrag Österreichs zur barocken Orgelmusik geleitet hat, entstand aber in der bischöflichen Metropole eine große Orgeltradition, die im 18. Jahrhundert durch J.E.Eberlin repräsentiert wurde. Sein Kollege im bischöflichen Dienst Leopold Mozart nennt ihn den einzigen Komponisten Salzburgs, der es würdig wäre, über die Grenzen des Bistums Salzburg hinaus weiter bekannt zu werden. <BR>Manaul: Mixtur<BR>Quint 1 1/3'<BR>Octav 2'<BR>Tertian<BR>Prinzipal 4'<BR>Gedackt 4'<BR>Portun 8'<BR>Copula 8'Pedal: Gedackt 16' <BR>Gedackt 8' <BR>Flöte1 Manual, kurze Octav, Manual & Pedal, Pedalkoppel<BR>DOM: Die ehemalige Stadtpfarrkirche - der heutige Dom, dem heiligen Martin geweiht, repräsentierte in gewissem Sinne das Bürgertum der königlichen Freistadt Eisenstadt - im Gegensatz zur fürstlichen Hofhaltung im hiesigen Schloßmit seinen eigenen kirchlichen Einrichtungen.Die Esterházyschen Hofmusiker wurden immer wieder für kirchenmusikalische Dienste auch in dieser Kirche herangezogen, was das Prestige dieses ''bürgerlichen'' Gotteshauses wesentlich hob. So ist der heutige Dom auch mitdem Namen Haydns verbunden, als Uraufführungsstätte einer seiner großen Messen. Und nicht zuletzt war es auch Haydn, unter dessen Aegide die hiesige große Orgel entstand.In ihrer klanglichen Disposition präsentiert sich die Domorgel als die wohl ''strengste'' unter den Instrumentenin Eisenstadt.Von der Wiener Werkstatt des Leopold Malleck 1778 erbaut, repräsentiert sie den Typ einer großen österreichischen spätbarocken Orgel: vollständige Manual und volles Pedal erlauben auch die Interpretation großer Werke nicht nur österreichischer und italienischer Provenienz. Auch die Werke der ''norddeutschen'' Orgelschulerund um Buxtehude und Bach können hier adäquat dargestellt werden, wiewohl in einem anderen - aber durchaus angemessenen - klanglichen Gewand. Die Werke der großenprotestantischen Meister, vor allem jene von J.S.Bach und G.F.Händel, wurden im ausgehenden 18. Jahrhundert auch in den katholischen Kirchen unseres Raumes häufig gespielt und zumal von den Organisten der Klosterkirchen eifrig abgeschrieben. Somit hat die Interpretation von Werken de rBachfamilie auf dieser Orgel - d.h. dezidiert evangelischer Kirchenmusik in einem katholischen Gotteshaus auch eine historische Begründung und damit auch Authentizität. Disposition: <BR>Hauptwerk: Prinzipal 8'<BR>Positiv: Koppel 8' <BR>Gedackt 8' <BR>Prinzipal 4' <BR>Quintadena 8'<BR>Koppel 4' <BR>Octav 4' <BR>Oktav 2' <BR>Flöte 4' <BR>Mixtur 2fach, 1' <BR>Fugara 4' <BR>Quint 3' <BR>Octav 2' <BR>Mixtur 3', 1 1/3 Pedal: Subbaß 16' <BR>Posaune 16' <BR>Oktavbaß 8' <BR>Bordunbaß 8' <BR>Prinzipalbaß 4'<BR>FRANZISKANERKIRCHE Die Franziskanerkirche in Eisenstadt steht in besonderer Verbindung zum Geschlecht der Fürsten Esterházy. Die Fürsten hatten die Patronanz über Kloster und Gotteshaus und Fürst P l, Palatin von Ungarn und eigentlicher Begründer der damals so berühmten Eisenstädter Hofkapelle,erwählte das Kloster als die Begräbnisstätte für seine Familie. Den Franziskanern war die Musik im Gottesdienst immer eingroßes Anliegen, spielte sie doch eine wesentliche Rollein der pastoralen Tätigkeit und bei der ''sinnlich erfahrbaren'' Gestaltung des Gottesdienstes. Die Musik machte die Messe gerade für die ärmeren - des Lateinischen unkundigen- Schichten der Bevölkerung verständlich, und gerade andiese Menschen wendet der Orden der ''Minderen Brüder'' sein besonderes Augenmerk. Die ersten Berichte über eine Orgel in der Franziskanerkirche stammen aus dem Jahr 1721. 1804 wurde die Orgel unter P. Gaudentius Dettelbach um ein Pedal erweitert. Eine Restaurierung 1985 tilgte einige Sünden des 20.Jahrhunderts, sodass sich dieses Instrument nun als eines der schönsten Beispiele für den Typ der kleinen österreichischen Barockorgel präsentiert. Österreichisch im weitesten Sinne ist auch das Musikprogramm: Fürst P l Esterházy, mit dem Habsburgerkaiser Leopold I. eng befreundet und wie dieser besonders musikinteressiert,veröffentlichte 1711 in einem in Wien hergestellten Kupferstich seine Sammlung ''Harmonia caelestis'', welche für alle Feste des Kirchenjahres eine Komposition enthält.Die Musik ist von besonderer melodischer Schönheit und stellt in der Kirchenmusik in den österreichischen Ländern zu dieser Zeit durchaus einen Einzelfall dar.P. Gaudentius Dettelbach wirkte in vielen Klöstern desehemaligen west- und oberungarischen Raumes, vor allem in Bratislava und Eisenstadt. Er schrieb viele Werke - auch deutscher und italienischer Komponisten - ab und wurde dadurch auch ein Vermittler ''internationaler'' Musik in unserem Raum. Seine eigenen Kompositionen galten als vorbildhaft für die gesamte Ordensprovinz und widerlegen das Vorurteil gegen die angebliche Minderwertigkeitfranziskanischer Komponisten. Dettelbach starb 1818 in Eisenstadt und ist in der Priestergruft unter dieser Kirche bestattet. Matthias Georg Monn - 1717 in Klosterneuburg/NÖ geboren war einer der wichtigsten Kirchenmusiker der Reichshaupt und Residenzstadt Wien: er war Organist der Karlskirche. U.a. soll er als einer der ersten Orgelwerke Bach in Wien gespielt haben.J oseph Haydn hatte als esterházyscher Kapellmeister auch die musikalischen Hochämter von der Orgel aus zu leiten. Er schrieb mehrere Orgelkonzerte, die man lange Zeit für Klavierkonzerte hielt. Damit glaubte man auch die haydn'sche Unterlegenheit Mozart gegenüber beweisen zu können.Sie sind aber als liturgische Musikwerke sui generis von großer Meisterschaft. Disposition (Franziskanerkirche):(1 Manual mit kurzer Oktav, Pedal mit kurzer Oktav, repetierend) Manual: <BR>Coppel 8'<BR>Prinzipal 4' <BR>Flöte 4'<BR>Octav 2'<BR>Mixtur 3fachPedal: Subbaß 16' <BR>Octavbaß 8' <p>W.A.MOZART: Symphonie Nr. 31 D-Dur KV 297 ''Pariser Symphonie''<BR>Allegro assai<BR>Andante<BR>Allegro <BR>Die Symphonie hat ihren Beinamen daher, dass Mozart sie 1778 in Paris komponierte, und zwar im Auftrag des Leiters der Pariser Concerts spirituels, Le Gros. Im September 1777 hatte Mozart, zum ersten Mal nicht in Begleitung und unter der umsichtigen Leitung seines Vaters, sondern zusammen mit seiner Mutter, die für seine persönliche Entwicklung wohl wichtigste Reise angetreten. Sie führte ihn über München zunächst nach Mannheim, dem damals neben Wien bedeutendsten Zentrum sowohl der dramatischen als auch der Instrumentalmusik im deutschsprachigen Raum. Erst im März 1778 reisten Mutter und Sohn weiter nach Paris. In der französischen Metropole hatte Mozart weder den erhofften Erfolg als Komponist, noch konnte er persönlich Fuß fassen. Der schwerste Schlag war jedoch der überraschende Tod der Mutter am 3.Juli. äußerste materielle Not zwang ihn bereits im September zum Antritt der Rückreise. Die ''Pariser-Symphonie'' spiegelt Mozarts biographische Situation: Als Werk einer Übergangsphase ist sie einerseits kein Jugendwerk mehr, andererseits wird sie durch die späteren Werke übertroffen. Es ist ein Werk von großem äußerem Prunk und verschwenderischem Einfallsreichtum, wo sich manche neue Wege anbahnen. Sie ist übrigens die erste Symphonie, in der Mozart Klarinetten verwendet, eingebettet in ein ungewöhnlich großes Bläserensemble, das sicher vom Auftraggeber Le Gros bestimmt worden war. (gjw)